Lehrveranstaltungen

 

Lehrveranstaltungen an der Universität Graz – Institut für Soziologie

Vorlesung mit Übung: Geschichte der Soziologie II
Wintersemester 2008/09 (2 Gruppen, 2 x 2 Semesterwochenstunden)

Diese Lehrveranstaltung behandelte in einer Kombination aus Vorlesungs- und Referatsteilen die Entwicklung der Soziologie nach 1945 („Gegenwartssoziologie”), sowohl aus systematisch-theoretischer als auch aus wissenschaftssoziologischer Perspektive. Der historische Vergleich sollte den Studierenden ermöglichen, Zentrale Themen, Kontinuitäten und Wandlungsprozesse der soziologischen Forschung der letzten Jahrzehnte nachzuvollziehen und selbst darstellen zu können. Unter den selbständig von den Studierenden zu erledigenden Arbeitsaufgaben wurde besonderes Gewicht auf die Verfassung einer Rezension gelegt, um die Bearbeitung größerer Literaturmengen als eine für die sozial-, geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung zentralen Kompetenz praktisch zu üben.


Seminar: Soziologische Theorie II
Sommersemester 2008 (2 Gruppen, 2 x 2 Semesterwochenstunden)

In dem Seminar wurde die soziologische Theoriebildung von den Anfängen der Soziologie als Wissenschaft im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart anhand ausgewählter Autoren vermittelt. Nach einer Übersicht zur Thematik durch den Lehrveranstaltungsleiter und der Lektüre von einführenden Texten zu allen näher zu behandelnden Werken wurden diese durch die Studierenden in Referatform vorgestellt und anschließend möglichst eingehend diskutiert. Individuell waren von den Lehrveranstaltungsteilnehmern auch schriftliche Arbeiten im Umfang zumindest 12 Textseiten anzufertigen, in denen die Grundlinien der Argumentation und die zentralen Aussagen der behandelten Werke unter Bezugnahme auf den Entstehungs- und Rezeptionskontext vorzustellen waren.


DoktorandInnenkolloquium Soziologie
Wintersemester 2010/11 (2 Semesterwochenstunden)

In dieser Lehrveranstaltungen wurden der aktuelle Stand von teils bereits in Arbeit befindlichen, teils  erst konzipierten Dissertationsprojekten der TeilnehmerInnen von diesen vorgestellt und mit dem Lehrveranstaltungsleiter sowie in der Gruppe eingehend kritisch diskutiert. Zusätzlich wurde Literatur zur sozialwissenschaftlichen Forschungsmethodik auf fortgeschrittenem Niveau gelesen und gemeinsam besprochen.


Proseminar: Geschichte der Soziologie I
Wintersemester 2013/14 (2 Semesterwochenstunden)

In dieser einführenden Lehrveranstaltung wurden exemplarische Vertreter der „klassischen“ Soziologie aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert behandelt, und zwar in Form von kürzeren Referaten der Studierenden mit anschließenden Diskussionen, wobei der Fokus auf die eingehende Auseinandersetzung der Referenten/innen mit – aus diesem Grund – kürzeren Teilen der ausgewählten Werke gelegt wurde. Behandelt wurden, jeweils in mehreren Referaten zu einem Text: Durkheim – De la division du travail social, Pareto – Trattato di sociologia generale, Marx – Das Kapital, Mead – Mind, self and society, Simmel – Soziologie und Weber – Wirtschaft und Gesellschaft.


Seminar: Soziologische Theorie II
Wintersemester 2014/15 (2 Semesterwochenstunden)

Im Rahmen dieser fortgeschrittenen Lehrveranstaltung werden aktuelle und historische relevante Modernisierungstheorien (einschließlich „postmoderner“ Theorien) vorgestellt und, auch vergleichend zueinander, diskutiert. Behandelt werden insbesondere Werke von Marx (Ökonomisch-philosophische Manuskripte; Zur Kritik der politischen Ökonomie), Tönnies (Gemeinschaft und Gesellschaft, Geist der Neuzeit), Weber (Aufsätze zur Religionssoziologie, Wirtschaft und Gesellschaft), Polanyi (The Great Transformation), Marcuse (Der eindimensionale Mensch), Wallerstein (Das Moderne Weltsystem), Lyotard (Das postmoderne Wissen), Wehler (Modernisierungstheorie und Geschichte, Deutsche Gesellschaftsgeschichte), Beck (Risikogesellschaft, Die Erfindung des Politischen), Welsch (Unsere postmoderne Moderne), Bauman (Moderne und Ambivalenz), Heuer (Die Geburt des modernen Geschichtsdenkens in Europa). Die Auseinandersetzung der Studierenden mit den jeweiligen Werken erfolgt in Form und Referaten und Koreferaten, Diskussionsbeiträgen sowie schriftlichen Arbeiten.


Seminar: Aktuelle soziologische Literatur
Wintersemester 2014/15 (2 Semesterwochenstunden)

In diesem Seminar für Masterstudierende werden von diesen selbst ausgewählte, aktuelle (2000 oder später erschienene) sozialwissenschaftliche Studien zum Generalthema „sozioökonomische Ungleichheit und soziale Probleme“ behandelt, die theoretisch und/oder empirisch ausgerichtet sein können, aber möglichst einen deutlichen Bezug zum (angestrebten) Thema der Masterarbeit aufweisen sollen. Hierzu verfassen die Studierenden abschließend auch Seminararbeiten etwas größeren Umfangs, zu denen sie – gerade im Hinblick auf die späteren Masterarbeiten – individuell ausführliches feedback erhalten.


Kurs: Sociological theory – power and domination
Sommersemester 2015 (2 Semesterwochenstunden)

In this course held in English, main contributions to contemporary theories of power and domination were read, analysed, contextualised and discussed. Each meeting – apart from the introductory session – was dedicated to one theorist, and a selection of his or her relevant texts is to be read by all participants in preparation for the session. The main contents of the texts were checked by a short written test each session, then put in the context of live and work of the author by the supervisor of the course and in the context of contemporary sociological analysis by two (or three) referees among the participants. Afterwards central parts were re-read and discussed commonly. At the end of the course, written papers had to be provided by the participants either in German or in English language.


Seminar: Aktuelle soziologische Literatur
Wintersemester 2015/16 (2 Semesterwochenstunden)

In diesem Seminar für Masterstudierende werden ausgewählte, aktuelle (2000 oder später erschienene) sozialwissenschaftliche Studien zum Generalthema „Armut und Reichtum“ behandelt. Im Zentrum stehen Arbeiten zu systemischen Verteilungsfragen und alternativen Verteilungsmodellen materieller und finanzieller Ressourcen. Jeweils zwei oder drei Studierende erarbeiten gemeinsam ein Werk, referieren darüber und verfassen abschließend Seminararbeiten hierzu unter Einbezug weiterer, selbständig gewählter, aktueller Forschungsliteratur zum Thema.


Lehrveranstaltungen an der Universität Eichstätt-Ingolstadt,
Lehrstuhl für Soziologie und empirische Sozialforschung:

Vorlesung: Sozialstruktur und sozialer Wandel in Deutschland
und im internationalen Vergleich
Wintersemester 2009/10, 2010/11, 2011/12 (je 2 Semesterwochenstunden)

Diese Vorlesung ist einer Darstellung basaler Erkenntnisse der Sozialstrukturanalyse und der Modernisierungsforschung, insbesondere für erstsemestrige Studierende, gewidmet. Behandelt werden, unter Bezugnahme auf die gegenwärtigen Strukturen, aber auch auf deren historische Genese seit dem 19. Jahrhundert, vor allem die Themenfelder Wirtschaftsstruktur, politisches System, kulturelle Muster und soziale Schichtung; auch auf Fragen der Demographie und Ergebnisse der Mobilitäts- und Migrationsforschung in Bezug auf sozialen Wandel wird eingegangen. Die Studierenden haben zusätzlich zu den unmittelbaren Inhalten der EDV-unterstützten Präsentationen („Powerpoint“) des Lehrveranstaltungsleiters einen größeren, aber klar definierten Umfang von auf die Vorlesungsinhalte bezogener Prüfungsliteratur (ca. 400 Seiten) bis zu Semesterende zu erarbeiten. Der Vorlesungs- und Prüfungsstoff wurde jeweils nach den Lehrerfahrungen des Vorjahres adaptiert, d.h. teils gekürzt, teils um nähere Ausführungen zu schwierigeren Vorlesungsteilen sowie aktuelle Daten erweitert. Für die LV im SoSe 2012 konnte zudem eine Auslagerung der Befassung mit ergänzenden Texten zum internationalen Vergleichsaspekt in eine begleitende Übung vorgenommen werden.


Vorlesung: Methoden der empirischen Sozialforschung
Sommersemester 2010, 2011, 2012 (je 2 Semesterwochenstunden)

In dieser Einführungslehrveranstaltung werden den Studierenden Grundlagen und basale Kenntnisse im Bereich der empirischen Sozialforschung vermittelt, welche nötig sind, um darauf aufbauend in praktischen Übungen erste Schritte derselben selbst zu erproben. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den quantitativen Methoden der Sozialwissenschaften; neben fundamentalen Konzepten wie "Messen", "Variable", "Hypothese", "Experiment", "Quasiexperiment" usw. sowie der Thematik Studiendesign und  Untersuchungsplanung werden insbesondere Verfahren der Stichprobenziehung sowie die verschiedenen Methoden der Datenerhebung (Befragung, Beobachtung, nichtreaktive Verfahren) behandelt, wobei den Studierenden neben selbst erstellten Unterlagen ein bewährtes Lehrbuch (Diekmann, Empirische Sozialforschung) als Grundlage zur Prüfungsvorbereitung dient. Der Vorlesungs- und Prüfungsstoff wurde jeweils nach den Lehrerfahrungen des Vorjahres adaptiert, d.h. teils gekürzt, teils um nähere Ausführungen zu schwerer verständlichen Vorlesungsteilen erweitert. Für die LV im SoSe 2012 konnte zudem eine Auslagerung der eingehenden Beschäftigung mit manchen Aspekten des sehr umfangreichen Stoffes in eine begleitende Übung vorgenommen werden.


Übung: Problemzentriertes Interview und qualitative Inhaltsanalyse
Wintersemester 2009/10 und 2010/11 (je 2 Semesterwochenstunden)

In der Übung „Problemzentriertes Interview und qualitative Inhaltsanalyse“ werden den teilnehmenden Studierenden in Form von Vorträgen und gemeinsamer Lektüre, insbesondere aber auch durch praktische Erprobung die Arbeitstechniken des Interviews und der Inhaltsanalyse vermittelt, welche in den Sozialwissenschaften einen zentralen Stellenwert einnehmen, aber auch im Bereich der historischen Forschung von Relevanz sind. („Qualitative Inhaltsanalyse“ meint im Grunde nichts anderes, als einen – mehr oder weniger stark – systematisierten Prozess einer Analyse von Texten, der auf einen verstehenden Nachvollzug der Inhalte ausgerichtet ist, also „Quelleninterpretation“. Das Interview in seinen verschiedenen Varianten dagegen kommt v.a. für die Befassung mit zeitlich noch nicht lange zurückliegenden Geschehnissen in Frage– „oral history“.) Im Rahmen der Lehrveranstaltung sollen die Studierenden zu selbst gewählten Thematiken ein bis zwei Interviews nach der spezifischen Methodik des „Problemzentrierten Interviews“ selbst durchführen, transkribieren und qualitativ auswerten; abschließend werden die Ergebnisse dem Lehrveranstaltungsleiter sowie wechselseitig präsentiert und gemeinsam reflektiert.


Übung: Inhaltsanalyse
Wintersemester 2011/12 (2 Semesterwochenstunden)

Diese Lehrveranstaltung konzentriert sich ganz auf die Vermittlung von Methoden der Textanalyse; daher erfolgt eine Auseinandersetzung primär mit medialen Texten (Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln), bei welcher die Datenerhebungsphase kompakt vermittelt und praktisch durchgeführt werden kann (Ziehung einer angemessenen Stichprobe von Artikeln aus Online-Portalen u.ä.). Nach einem einführenden Teil, der sich v.a. der Lektüre und Diskussion spezifischer methodologischer Einführungstexte widmet, liegt das Schwergewicht der Lehre in der Vermittlung der Technik der computerunterstützten qualitativen Inhaltsanalyse mit MAXQDA, gegebenenfalls ergänzt um quantitative Auswertungen (in MAXQDA bzw. Textpack) sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem von den Studierenden jeweils – möglichst in Kleingruppen von 2-3Personen − gewählten und gemeinsam bearbeiteten Übungsthema und den hierzu mittels der Inhaltsanalyse gewonnenen Befunde. Hierüber verfassen die Studierenden abschließend einen kurzen Forschungsbericht.

Seminar: Suizid
Wintersemester 2009/10 und 2010/11 (je 2 Semesterwochenstunden)

Dieses Seminar ist der Thematik „Suizid“ als einem Teilbereich der Soziologie abweichenden Verhaltens gewidmet. Nach einer Einführung zu grundlegenden Wissensbeständen der mit dieser Problematik befassten Disziplinen (Philosophie, Medizin, Psychologie, Psychotherapie, Soziologie, Ethnologie, Geschichte) bearbeiten die Studierenden aus einem Themenkatalog gewählte Fragestellungen der sozial-, geistes- und kulturwissenschaftlichen Suizidforschung zunächst – u.a. in Hinblick auf die Literaturauswahl – weitgehend selbständig. Nach individuellen Besprechungen mit dem Lehrveranstaltungsleiter und Präsentationen erster Ergebnisse mittels Referaten im Seminar soll eine ausführlichere schriftliche Ausarbeitung im Umfang von 15 bis 20 Seiten erfolgen, sodass gewährleistet ist, dass sich die Teilnehmer mit dem von ihnen ausgewählten Teilaspekt tatsächlich relativ intensiv befassen.


Seminar: Abweichendes Verhalten
Wintersemester 2011/12 (2 Semesterwochenstunden)

In diesem Seminar wird, primär anhand von Referaten zu einführenden Texten und anschließenden Diskussionen ein breites Spektrum einschlägiger Themen (Kriminalität, Behinderung, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Armut, Drogengebrauch, Risikoverhalten u.a.) behandelt. Weitere Aufgabe für die Studierenden ist die Abfassung einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von 15 bis 20 Seiten, sodass gewährleistet ist, dass sich die Teilnehmer mit dem von ihnen ausgewählten Teilaspekt tatsächlich relativ intensiv befassen.


Übung: Abweichendes Verhalten
Wintersemester 2009/10, 2010/11, 2011/12 (je 2 Semesterwochenstunden)

In dieser Übung werden anhand einführender Texte sowohl Theorien über, als auch empirische Untersuchungen zur Soziologie abweichenden Verhaltens (Kriminalität, Behinderung, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Armut, Drogengebrauch, Risikoverhalten u.a.) mit den Studierenden erarbeitet. Hierbei wird ein Teil der Texte allen Studierenden in Kopieform zur Verfügung gestellt, und in Form kurzer schriftlicher Abfragen während des Semesters die tatsächliche Lektüre sichergestellt, auf welcher dann die weiteren Diskussionen zu den entsprechenden Inhalten aufbauen sollen. Alle Texte werden vor den Diskussionen in Form von Kurzpräsentationen durch einzelne Lehrveranstaltungsteilnehmer oder den Lehrveranstaltungsleiter vorgestellt bzw. in Erinnerung gerufen. Auf diese Weise soll auch in dieser Lehrveranstaltung ein tatsächlich „interaktiver“ Lehrveranstaltungsverlauf sichergestellt werden. Im WS 2010/11 wurde Übung mit etwas veränderter inhaltlicher Auswahl und organisatorischem Ablauf abgehalten, dasselbe gilt für das WS 2011/12.


Übung: Armut und Reichtum

Sommersemester 2010 (2 Semesterwochenstunden)

Die Lehrveranstaltung, welche zur inhaltlichen Vorbereitung auf ein empirisch ausgerichtetes Forschungspraktikum der Studierenden im Folgesemester dient, soll den Studierenden eine Auswahl zentraler, klasischer wie aktueller Texte zu diesem Kernthema der Soziologie näherbringen. Die Bearbeitung derselben erfolgt zum Teil durch eigenständige Lektüre durch alle Studierenden und nachträgliche Besprechung und Diskussion in der Lehrveranstaltung – wobei durch eine Zwischenklausur die tatsächliche Befassung mit den Texten sichergestellt wird –, zum Teil durch die Präsentation von individuell als Referatsthemen vergebenen Texten durch die Lehrveranstaltungsteilnehmer/innen. Die Studierenden sollen hierbei zunächst zentrale Konzepte der sozialwissenschaftlichen Ungleichheitsforschung ("Klase", "Schicht", "Stand", "Macht", "Habitus" u.a.) auf einem angemessenen Komplexitätsniveau verstehen und sodann in der Auseinandersetzung mit aktueller Literatur zu spezifischen Aspekten gebrauchen und kritisch reflektieren lernen.


Übung: Soziale Kontrolle und innere Sicherheit

Sommersemester 2011 (2 Semesterwochenstunden)

Die Lehrveranstaltung, welche zur inhaltlichen Vorbereitung auf ein empirisch ausgerichtetes Forschungspraktikum der Studierenden im Folgesemester dient, soll den Studierenden eine Auswahl zentraler, klasischer wie aktueller Texte zu diesem wichtigen Thema der Gegenwartssoziologie näherbringen. Die Bearbeitung derselben erfolgt zum Teil durch eigenständige Lektüre durch alle Studierenden und nachträgliche Besprechung und Diskussion in der Lehrveranstaltung – wobei durch eine Zwischenklausur die tatsächliche Befassung mit den Texten sichergestellt wird –, zum Teil durch die Präsentation von individuell als Referatsthemen vergebenen Texten durch die Lehrveranstaltungsteilnehmer/innen. Die Studierenden sollen zentrale Konzepte (Norm und Abweichung, Kriminalität, Macht, Kontrolle, Sanktion, Prävention, Überwachung, Disziplinierung) und Theorien der sozialwissenschaftlichen Forschung zu diesem Themenbereich auf einem angemessenen Komplexitätsniveau verstehen und in der Auseinandersetzung mit aktueller Literatur zu angewandten Aspekten und empirischer Arbeit kritisch reflektieren und gebrauchen lernen.


Seminar: Bildung und Gesellschaft
Sommersemester 2010, 2011, 2012 (je 2 Semesterwochenstunden)

Im Seminar "Bildung und Gesellschaft" werden grundlegende, zum Teil aber auch spezifischere Probleme der Bildungssoziologie mit einer kleineren Gruppe von Studierenden anhand von Einführungen des Lehrveranstaltungsleiters, von Präsentationen der Teilnehmer/innen sowie daran anschließenden Diskussionen erarbeitet. Das Format der Lehrveranstaltung erlaubt hierbei intensive mündliche Auseinandersetzungen auf durch ausführliche Recherchen der Studierenden sachlich gut fundiertem Niveau, was besonders für die Befassung mit kontroversen Aspekten der aktuellen Bildungspolitik und Bildungspraxis fruchtbar ist. Auf Grundlage einer umfassenden Themenliste bearbeiten die Teilnehmer/innen hierbei selbst gewählte Aspekte – betreffend sowohl den vorschulischen, den schulischen und den akademischen Bereich – zunächst für Referate, anschließend in schriftlichen Arbeiten.


Übung: Bildung und Gesellschaft

Sommersemester 2010 (2 Semesterwochenstunden)

Komplementär zum Seminar gleichen Titels werden in der Übung Bildung und Gesellschaft in einer Kleingruppe Einführungstexte in die Bildungs- und Erziehungssoziologie gemeinsam gelesen, erläutert und im Hinblick auf Inhalte und mögliche Anwendungen in Arbeiten der Studierenden diskutiert. Ein weiterer Teil der Lehrverstaltung ist sodann der Präsentation von Literaturarbeiten und/oder kleinen empirischen (z.B. inhaltsanalytischen) Arbeiten durch die Studierenden gewidmet. Die Übung soll dazu anleiten, selbständig sinnvolle und praktikable Forschungsfragen auf dem Gebiet der Bildungssoziologie zu formulieren, und grundlegende Schritte empirischen Arbeitens wie wissenschaftliche Literaturrecherche, Vertrautmachung mit dem einschlägigen Forschungsstand, gegebenenfalls auch Untersuchungsplanung, Datenerhebung u.a. praktisch zu erproben.


Übung: Soziologie der Universität

Sommersemester 2011, 2012 (je 2 Semesterwochenstunden)

In dieser Lehrveranstaltung soll, was für Soziologie-Studierende der Gegenwart besonders wichtig erscheint, die Universität als Institution der Bildung und Ausbildung, der akademischen Enkulturalisation und Eliten-Sozialisation, des Erwerbslebens sowie als 'Lebensraum' kritisch reklektiert und sozialwissenschaftliche analysiert werden, wobei auch empirische, organisations- und wissenssoziologisch orientierte Arbeiten durchgeführt werden sollen, wobei die konkreten Schwerpunkte der Lehrveranstaltung jeweils gemeinsam mit den Studierenden erarbeitet und festgelegt werden.


Hauptseminar Historische Soziolohie

Sommersemester 2012 (2 Semesterwochenstunden)

Diese Lehrveranstaltung richtet sich primär an fortgeschrittene Studierende verschiedener Fachrichtungen in Masterstudien an der Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät. Sie gliedert sich in einen Einführungsteil, in welchem vom Lehrveranstaltungsleiter einm Überblick über theoretische Konzeptionen, methodische Ansätze und thematische Felder der Historischen Soziologie und eng verwandter Forschungsrichtungen (Sozialgeschichte, Gesellschaftsgeschichte, Historische Sozialforschung u.ä.) gegeben wird. Danach erfolgt eine konzentrierte Auseinandersetzung mit einem ausgewählten, bedeutenden Werk der Historischen Soziologie, in diesem Fall dem voluminösen Opus „The Sources of Social Power” (dt. „Geschichte der Macht”) von Michael Mann. Hierzu dienen Referate der TeilnehmerInnen einerseits, Vorstellungen ausgewählter Teile durch den Lehrveranstaltungsleiter andererseits, jeweils gefolgt von eingehenden Diskussionen und ergänzenden Erläuterungen.


Kolloquium für DiplomandInnen und Studierende im Master-Studium
Wintersemester 2009/2010, 2010/11, 2011/12 (je 1 Semesterwochenstunde)

Für Studierende, die am Lehrstuhl für Soziologie und empirische Sozialforschung ihre Diplomarbeit verfassen, besteht die Möglichkeit, ein Kolloquium zu besuchen, und dort ihre Arbeitsfortschritte anderen Studierenden sowie dem Lehrveranstaltungsleiter vorzustellen und zu besprechen. Da die Anzahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung gering ist, kann in diesem Rahmen ein nicht unerhebliches Maß an individueller Betreuung „eigener“, aber auch „fremder“ DiplomandInnen in der Phase kurz vor ihrem Studienabschluss erfolgen. Seit dem Studienjahr 2010/11 können, da sich nun die ersten Studierenden der einschlägigen Bachelorstudiengänge ("Soziologie", "Politik und Gesellschaft") an der Universität Eichstätt in der Abschlussphase ihres Studiums befinden und an ihren Bakkalaureatsarbeiten schreiben, auch diese auf freiwilliger Basis an dieser Lehrveranstaltung teilnehmen und in Folge von Präsentationen feedback sowohl des Lehrveranstaltungsleiters wie auch ihrer Kolleginnen und Kollegen zum jeweiligen Stand ihrer Abschlussarbeiten erhalten


Fachhochschule Joanneum Graz – Studiengang Soziale Arbeit:

Übung: Soziologie
Sommersemester 2008 und 2009 (je 4 Gruppen, 4 x 1 Semesterwochenstunde)

Funktion dieses in eine Gesamtlehrveranstaltung „Soziologie“ im Ausmaß von 4 Semesterwochenstunden integrierten Lehrveranstaltungsteils war es, die Studierenden des FH-Studiengangs „Soziale Arbeit“ in das Arbeiten mit sozialwissenschaftlichen Texten mittleren Anspruchsniveaus und etwas abstrakterer, soziologisch-theoretischer Orientierung einzuführen. Als Lehrmethoden kamen Lektüre in Kleingruppen mit anschließender Besprechung im Plenum sowie Kurzreferate der einzelnen Studierenden zur Anwendung. Die in Abstimmung mit den beiden anderen beteiligten Lehrveranstaltungsleitern behandelten Themen reichen von Gesellschaftskonzeptionen („moderne Gesellschaft“, „postindustrielle Gesellschaft“, „postmoderne Gesellschaft“) über ausgewählte Aspekte sozialer Ungleichheit (soziale Ungleichverteilung von Wissen u.a.) sowie der Herrschafts- und Machtsoziologie bis zu den für angehende Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter besonders praxisrelevanten Themenbereichen soziale Abweichung und soziale Kontrolle sowie Medizin- und Gesundheitssoziologie.

Sommersemester 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016
(je 4 Gruppen, 4 x 1 Semesterwochenstunde)

Die Lehrveranstaltung wurde in den Grundzügen gemäß den betreffenden Übungen in den beiden Jahren davor gestaltet; es wurden aber einige Texte im Zeitverlauf durch aktuellere Einführungen zu denselben Themen abgelöst sowie Texte, deren studienbezogene Relevanz aufgrund einer stark theoretischen Ausrichtung nicht für alle Studierenden dieses Lehrgangs erkennbar war, in Absprache mit den anderen beteiligten Lehrenden durch einfacher zugängliche Einführungstexte ersetzt

Vorlesung mit Übung: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Wintersemester 2014/15 (4 Semesterwochenstunden)

In diesem Kurs werden zunächst, im Vorlesungteil, wissensschaftstheoretische und methodologische Grundlagen behandelt (u.a.: Begriff „Wissenschaft“; Verhältnis Theorie-Empirie; Position des Falsifikationismus; Begriffe „Paradigma“ nach Kuhn und „Forschungsprogramm“ nach Lakatos, sodann werden Kriterien von wissenschaftliche Arbeiten im Allgemeinen und akademischen Arbeiten im Speziellen eingehend und praxisbezogen thematisiert. Dies betrifft besonders: Themenwahl, Literatur- und Quellenrecherche, Erfassung und Aufbereitung von Texten sowie Datenerhebung im Allgemeinen, „freie“ und formalisierte Inhalts- bzw. Textanalyse, Aufbau schriftlicher Arbeiten, Zitation.


Fachhochschule Joanneum Graz – Studiengang Bank- u. Versicherungswesen

Vorlesung Organisationssoziologie
Sommersemester 2013, 2014 (2 Semesterwochenstunden)

Diese Vorlesung behandelt, orientiert primär an dem hervorragenden Lehrbuch von Preisendörfer, aber ergänzt durch spezifische Befunde für den Bereich des Bank- und Versicherungswesens, die Grundlagen der Organisationssoziologie samt einer kurzen Einführung in das Konzept der Soziologie als Wissenschaft überhaupt. Anhand von theoretischen und empirischen Studien werden unterschiedliche Perspektiven auf Organisationen als soziale Gebilde vorgestellt und im Hinblick auf ihre wissenschaftliche und praktische Relevanz diskutiert (u.a.: organisationsanalytische Grundlagen, Ressourcenzusammenlegungs- und Transaktionskostenmodell, Kontingenztheorie der Organisation, systemtheoretische Ansätze). Die Leistungsüberprüfung erfolgt mittels einer schriftlichen Klausur.


Karl Landsteiner- Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften

Modulteil zum Bereich sozial- und kulturwissenschaftlicher Gesundheits-forschung und Forschungsethik
Sommersemester 2014

In diesem Modulteil wurden die Studierenden in basaler Form mit den Perspektiven der Medizingeschichte, -soziologie und –ethnologie als „Methoden systematischer Selbst-Befremdung“ im Gesundheitswesen sowie mit der Thematik der Forschungsethik in der Medizin vertraut gemacht, wobei der Schwerpunkt auf die Vermittlung der Einsicht gelegt wurde, dass Wissen stets kontextabhängig und auch wissenschaftliches Wissen stets nur vorläufig ist. Auf diese Weise wurde versucht, die Reflexion professionellen Handelns in medizinischen Berufen auf grundsätzlichen Ebenen anzuregen. Dies betrifft insbesondere auch die Frage, was in der Medizin jeweils als ethisch „richtig“ bzw. „vertretbar“ betrachtet wurde und wird.

 

Universität Salzburg – Fachbereich Geschichte

Proseminar: Behinderungen in der Neuzeit. Alltags-, sozial- und kultur-historische Perspektiven
Wintersemester 2014/15 (2 Semesterwochenstunden)

Die Lehrveranstaltung vermittelt im Rahmen eines Lehrschwerpunkts mit Bereich „Disability studies“ Studierenden der Geschichte, aber auch verwandter Disziplinen grundlegende und aktuelle Theorien und Erkenntnisse der Soziologie, Sozialpsychologie sowie Sozial- und Kulturgeschichte der Behinderung. Nach einem einführenden Vortragsteil werden die TeilnehmerInnen zu eigenen kleineren Recherchen, Auswertungen und Präsentationen von einschlägig relevantem, historischen Textmaterial angeleitet.


(Stand: 2016)